Wachsmotten Galleria mellonella (größer) and Achroia grisella (kleiner)

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Wachsmotten

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Wachsmotten

(Foto von Theresa Cassiday)

Galleria mellonella (größer) and Achroia grisella (kleiner) Wachsmotten sind wahre Opportunisten. Sie nutzen schwache Stöcke aus und leben von Pollen und Honig, während sie sich durch das Wachs fressen. Sie hinterlassen Netze und Fäkalien. Manchmal sind sie schwer zu entdecken, weil sie versuchen, sich vor den Bienen zu verstecken. Sie buddeln sich durch die Mittelwand (meistens in der Brutkammer, aber manchmal auch in den Honigkammern) und graben sich in die Nut der Rahmen ein. Sie sind eine wahre Sorge für Bienenzüchter und der Grund für viel chemische Verschmutzung im Stock, deshalb sollten wir uns mit den Wachsmotten eingehender beschäftigen.

Klima

Zunächst muss man verstehen, dass die Motten ein sehr klimaabhängiges Thema sind. In einem Klima, in dem es selten auch nur etwas Frost gibt, können Wachsmotten das ganze Jahr über leben. Das heißt, Sie haben ein ganz anderes Szenario als in einem Klima, in dem es harten Forst und lange Winter gibt. Ich werde Ihnen erzählen, was ich tue, und wie es funktioniert, aber Sie sollten dabei nicht vergessen, dass Sie dies an Ihr Klima und Ihre Gegebenheiten anpassen müssen. Wenn Sie in einer Region leben, in der Wachsmotten nie erfrieren, dann werden die Methoden, die ich verwende, bei Ihnen nicht funktionieren und Sie werden eine andere anwenden müssen.

Die Gründe für Wachsmottenbefall

Lassen Sie uns zunächst etwas über die Motten reden. Galleria mellonella (größere Wachsmotte) und Achroia grisella (kleinere Wachsmotte). Beide werden in ihrer aktiven Lebensphase unbewachte Stöcke angreifen. Dabei bevorzugen sie Stöcke mit Pollen und als zweite Wahl Stöcke mit Larven, aber sie werden auch solche Stöcke angreifen, in denen es außer reinem Wachs nichts gibt. Die meisten meiner Wachsmottenprobleme sind entstanden, wenn ein Ableger es nicht geschafft hat, eine Königin hervorzubringen und der Stock am Sterben war, oder wenn ein Begattungsvölkchen zu sehr geschrumpft war, um den Stock gut genug bewachen zu können. Andernfalls habe ich keine Wachsmottenprobleme, aber in der Vergangenheit habe ich eine Reihe drastischer Fehler gemacht.

Fehler beim Bienenzüchten

In einem Jahr habe ich auf die Erfahrungen einer anderen Person gehört und meine Kästen feucht in den Keller gestellt. Die Wachsmotten haben nicht nur alle meine Stöcke zerstört, sondern auch mein ganzes Haus derart befallen, dass ich sie nicht mehr loswerden kann. Seitdem fliegen Wachsmotten um mein Haus herum, seit 2001. Stellen Sie also nie Aufsätze, insbesondere feuchte, an einen warmen Ort, vor allem dann nicht, wenn Sie die Option haben, sie nach draußen zu stellen, wo sie gefrieren werden und die Wachsmotten sterben. Dass die Wachsmotten nur in Stöcke mit Brut gehen ist ein Mythos, der nicht wahr ist. Ja, sie ziehen Brut vor, aber sie schließen alles andere nicht aus.

Wachsmottenkontrolle

Meine derzeitige Methode lautet: ich warte mit der Ernte lange ab. Der Grund dafür ist, dass ich so besser einschätzen kann, was ich für den Winter aufheben sollte und so spare ich mir das Füttern vor dem Ernten und das ständige Füttern nach dem Ernten. Ich muss die Bienen nicht aus den Honigkammern vertreiben, sondern einfach nur auf einen etwas frischen Tag warten, an dem die Bienen zusammengekauert sind und kann so die Aufsätze ohne die Bienen herausziehen. Nach der Ernte können die Stöcke feucht werden. Dann warte ich auf einen warmen Tag, um sie zu säubern und danach wiederzuverwenden, ohne Angst vor Wachsmotten zu haben, weil das Klima kalt ist und es keine Motten in der Gegend gibt. Wenn ich früher ernten will, dann setze ich die feuchten Kisten wieder zusammen und mache sie erst nach einem harten Frost wieder auf.

Motten legen zumindest in der Region, in der ich lebe, erst im späten Juli oder August so richtig los und ich versuche, die Waben spätestens Mitte Juni in den Stöcken zu haben, damit die Bienen Vorräte anlegen können. Während der Honigsaison (Juni bis September) habe ich keine Motten, weil die Stöcke von den Bienen bewacht werden. Von Oktober bis Mai habe ich auch keine Motten, weil das Wetter zwischendurch immer wieder so kalt wird, dass die Motten und ihre Eier getötet werden. Zwischen Mai und Juni habe ich keine Probleme mit Motten, weil sie sich zu der Zeit noch nicht wieder vom Winter erholt haben.

Befallenes Bienenvolk

Was sollte man am besten mit einem befallenen Bienenvolk machen? Der Grund dafür, dass das Volk befallen wurde, ist, dass es schwach ist. Zur Vorbeugung sollten Sie Bienen also nicht mehr Fläche geben, als sie bewachen können, oder anders gesagt, lassen Sie nicht viele fertige Waben in einem Stock, der klein ist und ums Überleben kämpft. Wenn der Stock einmal befallen ist, dann liegt die Lösung darin, die Bienen auf eine Fläche zu reduzieren, die sie gut abdecken können. Entfernen Sie den Rest der Waben. Wenn Sie ein Gefrierfach haben, dann legen Sie diese Waben hinein, um die Motten abzutöten. Oder, wenn es schon zu spät ist, lassen Sie die Motten die Waben abfressen. Wenn sie damit fertig sind, werden sich die Waben in Netze verwandelt haben, die einfach aus dem Rahmen oder aus den Plastikwaben abfallen.

Wenn Sie aber nur ein oder zwei Tunnel in den Waben haben, dann können Sie sie durch das Gefrieren noch retten. Ich habe eigentlich nur Mottenprobleme in Stöcken, die keine Königin mehr haben oder die ausgeraubt worden sind. Das Gute an Rahmen ohne Kunstwaben ist meiner Meinung nach, dass Sie sie in einen Stock geben können und damit einfach leeren Raum für ein zukünftiges Wachstum schaffen, aber die leeren Rahmen werden nicht zu zusätzlicher Fläche, die vor Motten bewacht werden müssen, wie es zum Beispiel bei vorgefertigten Wachswaben der Fall ist.

Sie eignen sich auch gut in Köderstöcken, weil die Bienen in den Rahmen Waben bauen werden, ohne dass Ihnen die Wachsmotten die Kunstwaben kaputt machen.

Bacillus thuringiensis

Manche Züchter verwenden Bt (Bacillus thuringiensis) wie Certan oder Xentari, für ihre Waben. Hierdurch werden die Mottenlarven getötet und es scheint den Bienen laut verschiedenen Studien nichts anzuhaben. Es kann einfach auf die befallenen Waben aufgesprüht werden, selbst wenn Bienen darauf sitzen, um den Befall zu stoppen. Es kann ebenso auf die Kunstwaben gesprüht werden, bevor sie in den Stock eingesetzt werden oder Sie können es auf Waben sprühen, bevor Sie sie lagern. Ich habe in den letzten Jahren schlichtweg keine Zeit gehabt, es zu tun, und scheine es auch nicht zu brauchen, weil ich die Wachsmotten außer in königinnenlosen Stöcken unter Kontrolle habe. Aber wahrscheinlich würde diese Methode auch bei königinnenlosen Stöcken helfen, wenn man die Substanz schon von vornherein auf die Waben auftragen würde. Certan war in den USA für den Gebrauch gegen Wachsmotten zertifiziert, aber die Zertifizierung lief aus und wurde aus finanziellen Gründen nicht rechtzeitig erneuert. Deshalb wird das Mittel nicht mehr unter diesem Namen in den USA vertrieben, aber man erhält es für denselben Gebrauch in Kanada; in den USA wird es für Wachsmottenlarven (aber nicht Wachsmotten selbst) als Xentari vertrieben.

Tropische Wachsmottenkontrolle

Was würde ich tun, wenn ich in einem tropischeren Gebiete leben würde, in dem Wachsmotten im Winter nicht sterben? Ich würde leere Waben auf starke Stöcke legen, damit sie sie bewachen können. In einem gemäßigten Klima ist das keine gute Idee.

Was Sie bei Wachsmotten nicht tun sollten

Was ich nicht tun würde – und dies steht ganz oben auf meiner Verbotsliste – ist, Mottenkugeln zu verwenden, insbesondere die aus Naphthalin. Etwas besser und auf der FDA-Liste auch akzeptiert, ist PDB (Para-Dichlor-Benzol). Allerdings sind beide Stoffe krebserregend und ich möchte solche Dinge nicht in meiner Nahrungskette haben, und Bienenstöcke sind nun einmal Teil meiner Nahrungskette.

Wachsmotten hassen

Ich habe es aufgegeben, Wachsmotten zu hassen, obwohl es sehr leicht ist, das zu tun, wenn Sie sehen, wie sie die Waben zerstören, welche die Bienen mit harter Arbeit aufgebaut haben. Wachsmotten sind einfach Teil des Ökosystems eines Bienenstocks. Sie erfüllen ihre Aufgabe, die wahrscheinlich auch irgendwie sinnvoll ist. Sie entsorgen alte Waben, die vielleicht kranke Larven getragen haben. Wenn Sie sie wirklich hassen und in den Griff bekommen wollen, was ich inzwischen aufgegeben habe, dann können Sie Fallen bauen. Dazu nehmen Sie eine Zwei-Liter-Flasche und machen kleine Löcher in die Seiten. Dann füllen Sie die Flasche mit einer Mischung aus Essig, Bananenschale und Syrup. Die Mischung scheint gut zu funktionieren und hilft außerdem bei Wespen. Die Motten fliegen in die Löcher an den Seiten, trinken, versuchen, wieder hochzufliegen und werden so gefangen.

Michael Bush

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