Ableger, Bush Bees

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Ableger

Wozu werden Ableger gebildet?

Ich würde die Methode zur Ablegerbildung nach dem gewünschen Ziel auswählen. Gründe einen Ableger zu bilden sind:

  • Um mehr Völker zu bekommen.
  • Um die Königin zu ersetzen.
  • Um die Honigproduktion anzuregen.
  • Um die Produktion zu drosseln (für diejenigen, die zu viele Stöcke oder zu viele Bienen haben).
  • Um Königinnen zu züchten.
  • Um Schwärmen vorzubeugen.

Der Zeitpunkt für einen Ableger:

Sobald Sie Königinnen kaufen können oder sobald Drohnen fliegen, können Sie im Prinzip den Stock aufteilen. Auch hier kommt es wieder darauf an, warum Sie den Stock teilen wollen.

Es gibt unzählige Methoden, einen Ableger zu bilden, die sich jeweils danach richten, zu welchem Zweck Sie den Stock teilen wollen (Schwarmvorbeugung, Ertragssteigerung, Bienenvermehrung, etc.). Die Auswahl der Methode hängt auch davon ab, ob Sie eine Königin kaufen oder ob Sie die Bienen ihre eigene Königin heranziehen lassen wollen.

Die einfachste Variante besteht darin, sicherzustellen, dass es in beiden „Jungvölkern“ frisch gelegte Eier gibt. Dann richten Sie die neuen Kästen so aus, dass beide Fluglöcher genau auf die Position des alten Flugloches „schauen“. Mit anderen Worten, Sie stellen einen Boden links neben die Beute – das Flugloch auf die linke Beutenseite gerichten und einen Boden rechts neben die Beute – das Flugloch auf die rechte Beutenseite gerichten. Dann stellen Sie auf jeden Boden eine Zarge und vielleicht noch eine leere Zarge obendrauf. Legen Sie die Dächer drauf und gehen Sie ihren Weg.

Es gibt unzählige weitere Variationen dieser Methode.

Konzepte für Ableger:

Stellen Sie sicher, dass beiden Völker eine Königin oder die notwendigen Ressourcen haben, um eine Königin heranzuziehen (d.h. Eier oder Larven, die gerade geschlüpft sind, fliegende Drohnen, Pollen, Honig und zahlreiche Ammenbienen)..

Beide Völker sollten ausreichend mit Honig und Pollen versorgt sein, um für sich selbst und die Brut ausreichend Futter zu haben.

Beachten Sie, dass einige Bienen wieder an ihren ursprünglichen Standort zurückkehren. Stellen Sie deshalb sicher, dass beide Völker genügend Bienen haben, um sich ausreichend um den Stock und die Brut kümmern zu können.

Sie müssen den natürlichen Aufbau des Brutnests respektieren, d.h. die Brutwaben gehören zusammen. Drohnenbrut wird an den Seiten der Arbeiterinnenbrut angeordnet und Pollen und Honig befinden sich ganz außen.

Sie sollten den Bienen am Saisonende genug Zeit geben, um Vorräte für den Winter zu sammeln.

Die Entwicklung eines Ablegers wird sehr stark von dessen Größe bestimmt. Schon aus einem Brut- und einem Honigrähmchen können Sie einen Ableger bilden. Aber Sie sollten dabei nicht erwarten, dass daraus eine gut genährte Königin herangezogen wird. Sie können auch nicht darauf hoffen, dass sich Ihr Ableger bis zum Winter zu einem überwinterungsfähigen Volk entwickelt. Aber er kann sich gut als Begattungsvölkchen eignen oder um einer Königin eine Zeitlang eine Heimat zu geben. Auf der anderen Seite können Sie aus 10 großen oder 16 mittleren Rähmchen mit Bienen, Brut und Honig einen Ableger bilden welcher sich schnell entwickelt, denn er hat genug „Einkommen“ und Arbeiterinnen um seine „Fixkosten“ zu decken und einen guten „Überschuß“ zu erwirtschaften. Die Größe des Stocks entspricht der „Kritische Masse“ und das Volkkann wirklich schnell wachsen anstatt ums Überleben zu kämpfen. Es ist produktiver und geht schneller, zwei starke Ableger zu bilden und zu warten bis die Größe sich verdoppelt hat und dann erneut zu teilen als wie vier schwache Ableger zu bilden und zu warten, bis diese sich entwickelt haben.

Varianten der Ablegerbildung

Der Hälftige-Ableger Sie nehmen einfach die Hälfte von allem und teilen sie auf. Ich würde in diesem Fall die beiden neuen Stöcke am alten Platz zum alten Stock hin ausrichten, damit die Bienen, die zurückkommen, unentschlossen sind, in welchen Stock sie fliegen sollen. Nach etwa einer Woche können Sie die Plätze der beiden Stöcke tauschen, um die Tendenz der Bienen in den Stock mit Königin zu fliegen auszugleichen.

Der Einfach-Stehen-Lassen-Ableger Meist bezieht sich diese Art der ABlegerbildung darauf, den Bienen keine Königin zu geben. Es wird ein Ableger mit eine Belibigen Methode gebildet und den Bienen die Zeit gegeben, ihre Probleme zu lösen. Kommen Sie in vier Wochen zurück und schauen sie nach, ob es eine Königin im Stock gibt und ob Sie Eier legt. Das können Sie auch mit einem Hälftigen-Ableger machen.

Ableger zur Schwarmvorbeugung. Im Idealfall können Sie einem Schwarm vorbeugen, ohne den Stock teilen zu müssen. Aber wenn Sie Schwarmzellen entdecken, dann würde ich jedes Rähmchen, des Königinnenzellen enthält, in einen eigenen Ableger mit einem Honigrähmchen geben und darauf warten, dass die Bienen eine Königin heranziehen. Normalerweise erlischt dadurch die Schwarmstimmung und ich habe gleichzeitig ein paar schöne Königinnen. Noch besser wäre es, wenn Sie die alte Königin in einen Ableger mit BrutRähmchen und HonigRähmchen geben und im alten Stock ein Rähmchen mit Königinnenzellen lassen, um einen Schwarm zu simulieren. Viele Bienen sind nicht mehr da; auch die alte Königin nicht mehr. Manche Imker ziehen andere Ablegerarten vor (sogar Einfach-Stehen-Lassen-Ablger) um Schwärmen zu verhindern. Aber ich denke, es ist besser, einfach das Brutnest offen zu halten.

Eine Reduktionsteilung.

Prinzipien einer Reduktionsteilung: Bei einer Reduktionsteilung entlassen Sie Ammenbienen aus dem Stock zum Sammeln nach draußen, weil es keine Brut gibt, um die sich die Bienen kümmern könnten. Sie konzentrieren die Bienen in den Oberaufsätzen, um den Wabenbau und das Sammeln anzukurbeln. Das hilft besonders bei der Wabenhonigproduktion und der Honigproduktion in Kassettenwaben, aber egal, welchen Honig Sie produzieren wollen, es wird auf jeden Fall die Produktion steigern.

Die Wahl des Zeitpunkts ist dabei entscheidend. Die Teilung sollte kurz vor der Haupttracht erfolgen; zwei Wochen vorher wäre ideal. Ziel ist es, die Zahl der Sammelbienen zu erhöhen, um das Schwärmen zu reduzieren und die Bienen in den Aufsätzen zu bündeln. Dabei gibt es zahlreiche Variationen, aber das Grundprinzip ist, den Großteil der offenen Brut, des Honigs, Pollens und die Königin in einen neuen Stock zu bringen, während die verdeckelte Brut, etwas Honig und ein Rähmchen mit Eiern mit wenigen Brutkästen und mehr Oberaufsätzen im alten Stock belassen werden. Der neue Stock wird nicht ausschwärmen, weil er nicht genug Arbeiter zur Verfügung hat (weil diese zum alten Stock zurückkehren). Der alte Stock wird nicht schwärmen, weil er keine Königin oder offene Brut hat. Es wird mindestens sechs Wochen oder mehr dauern, bis die Bienen eine Königin herangezogen und das Brutnest zum Laufen gebracht haben. Währenddessen haben Sie trotzdem noch eine gute Produktion im alten Stock, wahrscheinlich mehr als vorher, weil die Bienen nicht mehr damit abgelenkt sind, sich um die Brut zu kümmern. Sie bekommen eine neue Königin im alten Stock und Sie erhalten einen neuen Stock. In einer anderen Variante können Sie die Königin beim alten Stock belassen und die gesamte offene Brut herausnehmen. Dann werden die Bienen nicht sofort ausschwärmen, weil sie keine offene Brut haben. Aber ich denke, dass es riskanter ist, dass doch ein Schwarm entsteht, weil der Stock mit der Königin zusammen ist.

Die Königin einsperren Eine andere Option ist, dass Sie die Königin zwei Wochen lang vor der Tracht einsperren, damit es weniger Brut gibt, um die sich die Bienen kümmern müssen und damit so mehr Sammelbienen zur Verfügung stehen. Das hilft Ihnen auch, Varroa vorzubeugen, weil ein oder zwei Brutzyklen übersprungen werden. Diese Variante ist dann nützlich, wenn Sie keine weiteren Stöcke haben wollen und die Königin behalten möchten. Sie können sie einfach in einen normalen Käfig sperren oder in einen Käfig aus Maschendraht, um den Raum einzuschränken, in dem die Königin Eier legen kann. Die Bienen werden irgendwann den Käfig aufbekommen, aber Sie können den Prozess verzögern.

Reduktionsteilung und Mischung. Auf diese Weise bekommen Sie dieselbe Anzahl von Stöcken, neue Königinnen und eine gute Ernte. Sie stellen zu Frühlingsanfang zwei Stöcke direkt nebeneinander (im Idealfall berühren sich die beiden Stöcke). Zwei Wochen vor der Haupttracht entfernen Sie die gesamte offene Brut und die meisten Vorräte aus beiden Stöcken. Sie entnehmen einem Stock auch die Königin und setzen sie in einen anderen Stock an einem anderen Standort (es kann innerhalb desselben Bienenstands sein, muss aber etwas entfernt vom vorherigen Stock liegen). Dann mischen Sie die verdeckelte Brut, die andere Königin oder eine neue Königin (im Käfig), oder gar keine Königin sowie einen Rähmchen mit ein paar Eiern und offener Brut (damit eine neue Königin herangezogen werden kann) und geben alles in einen Stock, der in der Mitte zwischen den beiden alten Standorten steht, damit die vom Sammeln zurückkommenden Bienen in diesen Stock einfliegen.

Häufig gestellte Fragen

Ab wann kann ich einen Stock teilen?

Für einen geteilten Stock ist es schwer, sich zu erholen, wenn er nicht genügend Bienen hat, die die Brut warmhalten können und wenn er nicht über ausreichend Arbeiter verfügt, um den Betrieb im Stock am Laufen zu halten. Bei tiefen Kästen sollten von den zehn tiefen Rähmchen etwa sechs von ihnen Brut enthalten und vier Honig oder Pollen in beiden Teilen der neuen Stöcke. Bei mittleren Kästen hieße das sechzehn mittlere Kästen, von denen zehn Brut und sechs Honig/Pollen enthalten. Sie können ab dem Zeitpunkt teilen, ab dem Sie Ableger haben, die stark genug sind. Je stärker die Ableger sind, desto besser werden sie sich erholen können. Sobald es nachts nicht mehr gefriert, können die Ableger auch etwas kleiner sein als zu Frühlingsbeginn, aber mit starken Ablegern werden Sie trotzdem größere Erfolgsaussichten haben.

Wie oft kann ich meine Stöcke teilen?

Sie sollten Stöcke nicht teilen, wenn sie sowieso schon ums Überleben kämpfen, denn so werden sie sich nicht erholen. Manche Stöcke entwickeln sich so gut, dass Sie sie fünf Mal im Jahr teilen können, obwohl Sie dann wahrscheinlich keine Honigernte einfahren können.

Ihr Ziel sollte nicht sein, so viele Teilungen wie möglich zu machen, sondern alle Ihre Teilungen dann vorzunehmen, wenn der Stock die nötigen Voraussetzungen dafür hat. Das heißt, dass er nicht nur von der Hand in den Mund lebt, sondern dass er genügend Vorräte, Arbeiter und Ammenbienen sowie genug Brut hat. Stellen Sie sich Ihren Stock wie eine Kasse vor. Wenn Sie nicht einmal genug Geld darin haben, um Ihre Rechnungen zu zahlen (oder Schulden haben), dann haben Sie ein Problem. Sobald Sie an dem Punkt angelangt sind, an dem Sie Ihre Rechnungen begleichen können, können Sie an die Zukunft denken. Wenn Sie Ersparnisse auf der Bank haben und zusätzlich Bargeld haben, dann wird Ihr Leben leichter. Reichtum führt oft zu mehr Reichtum, weil Sie viele Dinge unternehmen können, anstatt einfach nur darauf zu warten, dass der Tag vorüber geht.

Anders betrachtet: wenn Sie ein Geschäft betreiben, dann geht es Ihnen erst dann halbwegs gut, wenn Sie alle anfallenden Kosten decken können. Ein Stock braucht eine bestimmte Anzahl von Bienen, um die Brut füttern zu können ( bei einer sehr produktiven Königin sind dazu sehr viele Ammenbienen nötig), aber auch um Wasser, Pollen und Nektar für die Brut heranzuschaffen, um Waben zu bauen, den Stock vor Ameisen und Stockkäfern zu beschützen, den Eingang vor Stinktieren, Mäusen und Hornissen zu bewachen etc.

Sobald Sie die „Kosten“ gedeckt haben, können Sie anfangen, für den Gewinn zu arbeiten. Wenn Ihre Stockteilungen stark genug sind, um die Kosten tragen zu können, dann werden Sie auch bald Gewinn erwirtschaften. Wenn Sie aber kaum genug Vorräte und Arbeiter haben, um zu überleben, dann werden Sie lange brauchen, um sich aufzurappeln und wirklich loslegen zu können.

Bei starken Teilungen, die die Stöcke nicht allzu sehr schwächen, haben Sie die Chance, mehrere Teilungen vorzunehmen, weil Ihre neuen Stöcke schneller wachsen und effizienter sind. Wenn Sie Ihre Hauptstöcke nicht schwächen, haben Sie außerdem bessere Aussichten auf eine gute Ernte.

Wenn Sie jede Woche einen BrutRähmchen aus Ihren starken Stöcken entnehmen, dann werden die Stöcke diesen Verlust schnell ausgleichen und kaum darunter leiden. Wenn Sie einen BrutRähmchen und einen HonigRähmchen aus jedem Stock zusammen in einen Zehner-Kasten geben, dann stehen die Chancen gut, dass dieser Stock bald gut arbeitet, im Gegensatz zu einem Stock, der nur aus ein paar Rähmchen mit Bienen besteht.

Bis wann kann ich Teilungen vornehmen?

Sie sollten sich eher fragen, wann der beste Zeitpunkt für das Teilen ist. Für die Bienen ist dies kurz vor der Haupttracht, weil sie dann schon einen Vorrat haben, auf den sie sich stützen können. Dies beeinträchtigt natürlich Ihre Ernte, weshalb Sie die Teilung auch direkt nach der Haupttracht vornehmen könnten und wahrscheinlich immer noch genug Zeit haben, damit die Bienen sich bis zum Herbst erholen, wenn Sie sie ausreichend unterstützen und ihnen eine schon befruchtete Königin dazugeben. Natürlich hängt der Erfolg davon ab, wann die Haupttracht an Ihrem Standort einsetzt. Falls Sie normalerweise nach der Tracht eine Hungersnot haben, dann sollten Sie zusätzlich füttern, falls Sie planen, Stöcke zu teilen. Ich wohne in Greenwood, Nebraska. In einem Jahr mit guter Tracht kann ich am ersten August einen Stock teilen, der sich noch genug erholen kann, um in einem oder zwei Achterkästen überwintern zu können. Wenn allerdings die Herbsttracht ausfällt, dann wird der Stock vor dem Winter nicht stark genug

In welcher Entfernung?

Häufig wird die Frage gestellt, wie weit entfernt man einen geteilten Stock aufstellen sollte. Meine berühren sich normalerweise. Sie sollten damit rechnen, dass sich die Bienen verfliegen, wenn die Stöcke weniger als 3 km voneinander entfernt liegen. Ich züchte seit 1974 Bienen und habe noch nie einen geteilten Stock auf mehr als 3 km Entfernung gebracht, es sei denn, ich hatte sowieso einen entfernteren Standort für diese Bienen vorgesehen. Ich teile den Stock einfach und gebe ein paar extra Bienen dazu. Oder ich teile den Stock und richte beide Stöcke zum alten Standort hin aus, sodass da wo der alte Stock stand, die Eingänge der beiden neuen Stöcke hinzeigen. Die Bienen, die vom Feld zurückkommen, müssen sich dann entscheiden. Manchmal tausche ich die Stöcke auch nach ein paar Tagen aus, falls einer deutlich stärker ist als der andere; für gewöhnlich ist der Stock, der schon eine Königin hat, stärker. Ich rate Ihnen das, aber ich möchte Ihnen auch ehrlich sagen, dass ich selbst überhaupt nichts mehr gegen das Verfliegen unternehme, seit ich auf mittlere Achterkästen umgestiegen bin und über 200 Stöcke habe. Ich teile die Stöcke einfach auf und kümmere mich nicht um das Verfliegen. Ich lege zwei Bodenbretter hin und verteile die Kästen abwechselnd wie bei einem Kartenspiel, einen für dich, einen für mich. Dann lasse ich genau so viel freien Raum, wie ich schon besetzten Raum habe, (ich verdopple also den Platz für die Bienen). Wenn ich also drei volle Kästen mit Bienen auf jedem Stapel habe, dann gebe ich nochmal drei leere Aufsätze mit Rähmchen dazu. Ich beziehe mich hierbei auf starke Stöcke mit mindestens zwei mittleren Achter-Rähmchen-Kästen voller Bienen in jedem der beiden neuen Stöcke.

Michael Bush

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