Nukleus Bienenstöcke (Ableger), Michael Bush

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Nukleus Bienenstöcke (Ableger)

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Optimaler Raum

Ich finde es wichtig, den Bienen genau den Platz zu geben, den sie brauchen, bis die Haupthonigtracht kommt. Um Brut aufzuziehen und Wachs zu erzeugen, wird Wärme benötigt. Ablegerkästen ermöglichen es Ihnen, den Platz einzugrenzen, um den sich dann nur eine kleine Anzahl von Bienen kümmern muss, während der Stock sich stabilisiert oder zum Beispiel überwintert. Hier sehen Sie einige Fotos von meinen Ablegern und meinen Vorrichtungen zum Überwintern.

Verschieden große Ableger

Zwei Rahmen von vier paarenden Nucs Sortierte Breite Ableger

Links sehen Sie Zwei-mal-vier-Ablegerkästen. Vier Ablegerkästen mit zwei Rahmen in jedem, in einem Kasten für 10 Rahmen. Beachten Sie den blauen Stoff, der hervorschaut. Das sind Leinen-Innenverkleidungen, damit ich jeden Ableger einzeln öffnen kann, ohne dass die Bienen in den nächsten Ableger überlaufen. Sie sehen hier auch die Ableger-Kalender. Darunter sehen Sie mitteltiefe Ablegerkästen. Anzahl der Rahmen (von links nach rechts): 2, 3, 4, 5, 8, 10. Ich mag die Kästen mit zwei Rahmen sehr gern als Ablegerkästen. Der mittlere Kasten mit 8 Rahmen ist praktisch, weil er dasselbe Fassungsvermögen hat wie ein tiefer Kasten mit fünf Rahmen.

Ableger überwintern

Ableger überwintern Ableger überwintern Ableger überwintern

Laut Forschungen sind mindestens 2 000 Bienen nötig, um kalte Temperaturen überleben zu können (Southwick 1984). Ich weiß nicht genau, welche Temperaturen sie überleben können, aber meine Ableger halten sich normalerweise problemlos bis zu einem länger anhaltenden Frost von unter Null Grad. Aber Temperaturen unter Null überleben sie für gewöhnlich nicht lange. Ich setze dabei auf einen mittleren Kasten mit acht Rahmen, der ordentlich mit Bienen gefüllt ist, um durch den Winter zu kommen.

Im Folgenden beschreibe ich einige der Dinge, die ich ausprobiert habe, um Ableger zu überwintern. Ich habe 14 Ableger mit je 8 Rahmen und 20 mit je 5 Rahmen. Als Grundlage benutze ich acht Stück Sperrholz 1,9 cm dick, mit einer Schicht Styropor und noch einmal Sperrholz darüber. Die Ableger befinden sich darüber aufgereiht. Der Boden ist aus 0,6 cm dickem Sperrholz mit einem Lüftungsloch auf der Rückseite. Auch der obere Teil besteht aus Sperrholz mit einem Loch, in den ein Glasfütterer passt (mit Maschendraht eingefasst) und mit einem weiteren Lüftungsloch. Der Eingang bei den Kästen mit fünf Rahmen ist etwa 2,5 cm breit und 1,9 cm hoch und in den Kästen mit acht Rahmen 6,3 cm breit. Ich musste alle Eingänge mit Maschendraht kleiner machen, um die Stöcke vor Räubern zu schützen, deshalb sind sie jetzt alle 1,9 cm mal 1,9 cm groß. Zwei Stöcke wurden ausgeraubt und sind ausgestorben, aber dem Rest scheint es gut zu gehen. Ein Ableger hat eine Königinnenbank; hier habe ich einen Terrarium-Heizer untergestellt. Der obere Teil besteht aus Sperrholz und einer Schicht Styropor, um gut abzuschließen. Ich habe ein elektrisches Heizgerät eingesetzt und das Thermostat auf 21º C eingestellt. Das größte Problem, das ich gehabt habe, waren auslaufende Fütterer und die Bienen davon abzuhalten, im Königinnenkäfig eine Traube zu bilden, und die Königinnen nach draußen zu lassen. Der Terrariumheizer hat mir mit der Königinnenbank sehr geholfen. Das Füttern ist kompliziert: Sirup bildet zu viel Feuchtigkeit und Fütterer sind manchmal undicht und tropfen auf die Bienen.

Trockenen Zucker füttern

Feeding dry sugar to bees Feeding sugar to bees Feeding dry sugar to bees Feeding dry sugar to bees Overwintering Nucs Overwintering Nucs

Auf den ersten beiden Bildern sehen Sie, wie trockener Zucker gefüttert wird. Das habe ich dieses Jahr mit meinen Ablegern ausprobiert. Auf dem folgenden Bild sehen Sie einen Rahmenfütterer, der mit trockenem Zucker gefüllt ist. Das nachfolgende Bild zeigt, wie ich an den Seiten füttere, ohne einen Rahmenfütterer zu benutzen, sondern einfach, indem ich ein paar Rahmen entferne. Die letzten beiden Fotos zeigen meine Überwinterungsvorbereitungen. In der Mitte sehen Sie etwas Freiraum für das Heizgerät; das Thermostat ist auf 15.6º C gestellt. Das Styropor bedeckt drei Seiten des Ablegers. Die doppelten haben eine zusätzliche Schicht, um den Raum auszufüllen und die einzelnen, die aufeinander stehen, haben jeder sein eigenes Bodenbrett. Die Böden dienen als Fütterer, sodass man sie mit Sirup füllen kann, wenn das Wetter warm genug dafür ist (nicht vor Frühling). Dieses System funktioniert gut.

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Ich empfehle Anfängern, mindestens ein paar Ableger zu haben. Sie sind nützlich, um Stöcke zu gründen, Königinnen zu züchten und Reserveköniginnen zu halten. Da ich für alle Zwecke mittlere Rahmen empfehle, möchte ich erwähnen, dass Sie fertige Ablegerkästen mit fünf mittleren Rahmen bei Brushy Mt Bee Farm kaufen können. Sie können aber auch Kästen mit acht mittleren Rahmen kaufen, die dasselbe Fassungsvermögen haben wie ein Kasten mit fünf tiefen Rahmen. Ich glaube, dass bei Miller Bee Supply, Rossman´s und möglicherweise auch bei anderen Anbietern mittlere Abelgerkästen erhältlich sind. Sie könnten auch einen tiefen Kasten anpassen, oder Ihren eigenen Kasten bauen, wenn Sie ein Händchen für Holz haben. Für Ablegerkästen finde ich es außerdem praktisch, ein Bodenbrett und eine bewegliche Ab-deckung zu haben. Ich habe beides in passenden Größen für Kästen mit drei Rahmen, vier Rahmen und fünf Rahmen. Ich benutze aber auch Kästen mit acht Rahmen als Ablegerkästen. Dabei versuche ich, den Platz der Kolonie am Anfang einzuschränken. Jeder Raum, der nicht gebraucht wird, ist für eine kleine Kolonie, die gerade erst anfängt, nur zusätzliche Arbeit.

Wozu Ableger gut sind:

Teilungen Sie können einen Rahmen mit Brut (in Eiern), einen mit schlüpfender Brut und ein paar Rahmen mit Honig und Pollen nehmen und sie in einen Ableger geben. Schütteln Sie dann von einem anderen Rahmen zusätzlich die Bienen in den Ableger. Die Bienen werden dann eine Königin heranziehen und schon haben Sie einen neuen Stock. Sobald der Ablegerkasten voll ist, können Sie ihn in einen normalen Kasten umsiedeln.

Künstlicher Schwarm. Sie können einen Rahmen mit Brut (in Eiern), einen mit schlüpfender Brut und ein paar Rahmen mit Honig und Pollen nehmen und sie in einen Ableger geben. Schütteln Sie dann von einem anderen Rahmen zusätzlich die Bienen in den Ableger. Die Bienen werden dann eine Königin heranziehen und schon haben Sie einen neuen Stock. Sobald der Ablegerkasten voll ist, können Sie ihn in einen normalen Kasten umsiedeln.

Königinnen aus Schwarmzellen ziehen. Sie können eine Teilung vornehmen wie oben beschrieben, um eine Königin zu erhalten, aber wenn die Bienen versuchen, zu schwärmen, können Sie auch zuerst den Stock teilen und dann in jeden Ableger eine Königinnenzelle zusammen mit Brut, Honig und Bienen geben. Die Bienen werden dann die Königin heranziehen und Sie können sie benutzen, um die Königin in einem anderen Stock auszutauschen oder um sie zu verkaufen etc. Natürlich können Sie die Königinnenzucht auch betreiben, um die Zellen zu erhalten, die Sie dann auseinander schneiden und in verschiedenen Ablegern verteilen.

Eine Ersatzkönigin halten. Wenn Sie in einem Stock die Königin austauschen, dann behalten Sie die alte Königin und geben Sie sie in einen Ableger mit Brut und Honig. Falls die neue Königin nicht angenommen werden sollte, haben Sie so immer noch die alte Königin in Reserve. Außerdem können Sie, wenn Sie eine Königin in einem Ableger halten, schnell einmal einen Stock mit einer neuen Königin besetzen. Damit der Ableger nicht zu stark wird, sollten Sie gedeckelte Brut entnehmen und in andere Stöcke verteilen.

Absolut sichere Königinnenzucht. Wenn Sie die Schritte befolgen, die im ersten Absatz beschrieben wurden (Teilungen), und dann eine Königin in einem Käfig einsetzen, dann werden die Ammenbienen diese neue Königin schnell akzeptieren. Sobald die Königin Eier gelegt hat, können Sie die Königin in dem Stock, den Sie erneuern wollen, töten und die neue Königin einsetzen, indem Sie die Stöcke mithilfe einer Zeitungspapier-Trennwand zusammenführen. Die Bienen werden so die neue Königin problemlos aufnehmen.

Königinnenbank. Ich habe eine Abdeckung gebaut, die die Größe eines Ablegers hat und 1,9 cm dick ist. Dann habe ich Königinnenkäfige mit dem Draht nach unten aufgestellt, sodass ich die Königinnen hier mehrere Tage oder Wochen lang halten kann, bevor ich sie in andere Stöcke einführe.

Wabenbauen. Das funktioniert besonders gut mit regressierten Bienen, weil es bei unnatürlich großen Bienen sehr schwer ist, dass sie ihre eigenen Zellen bauen und diese in natürlicher Größe entstehen (hier geht es nicht darum, dass große Bienen schon fertige Kunstwaben in natürlicher Größe, also 4,9 mm nutzen sollen). Wenn Sie einen Ableger mit kleinen Bienen austatten (durch eine Teilung), dann geben Sie, sobald sich der Ableger eingerichtet hat, Rahmen mit Kunstwaben von 4,9 mm in die Positionen 1, 2, 4 und 5. Füttern Sie den Kasten gut und entfernen Sie jeden Tag bebaute Rahmen. Wenn es schon Eier gibt, dann geben Sie diese Rahmen in einen anderen Stock. Halten Sie etwa 1,5 bis 2 kg Bienen in Ihrem Ableger.

Schwarmfangen. Ablegerkästen sind gut geeignet, um kleine Schwärme aufzunehmen.

Köderstöcke. Ableger eignen sich auch gut als Köderstöcke, um Schwärme anzulocken. Sie können natürlich auch einen Kasten mit 10 Rahmen benutzen, aber er ist schwieriger an einem Baum aufzuhängen und die beste Gelegenheit, einen Schwarm zu erwischen, haben Sie nun mal in 3 m Höhe.

Geschüttelte Schwärme. Sie können ein gelöchertes Bodenbrett in den Ableger einsetzen und die Bienen aus den Brutrahmen von verschiedenen Stöcken in den Ableger schütteln (passen Sie dabei auf, dass Sie nicht auch die Königin mit in den Ableger schütteln) und schon haben Sie einen Haufen heimatloser und königinnenloser Bienen. Sie können sie in einen Stock zusammen mit etwas Brut geben, damit sie sich ihre eigene Königin heranziehen oder Sie können sie in einen Ableger mit einer Königin in einem Käfig geben.

Honigtransport. Ableger, selbst wenn sie fünf Rahmen voller Honig haben, sind praktischer als große Kästen mit zehn Rahmen. Es ist einfacher, die Bienen von den Rahmen abzubürsten um zu ernten und sie sind leichter zu transportieren.

Hoffe, du hast die Bilder genossen,

Michael Bush

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